Hana Moll überflügelt alle bei Weltklasse Zürich im Hauptbahnhof

Die besten Stabhochspringerinnen der Welt rissen das Publikum bei Weltklasse Zürich im Hauptbahnhof regelrecht mit. Siegerin Hana Moll (USA) und Lokalheldin Angelica Moser auf Rang zwei sorgten für den perfekten Vorgeschmack auf die Stadion-Show vom Donnerstag im Stadion Letzigrund. (Foto: Chiara Montesano für Diamond League AG)

Anlaufen, abheben und die Wanderhalle bei Weltklasse Zürich im Hauptbahnhof zum Beben bringen, so das Unterhaltungs-Rezept der weltbesten «Fliegerinnen». Mit ihrer Akrobatik boten sie den Fans ein wahrhaftes Spektakel auf nahezu fünf Metern über Boden. Die über 3000 Anwesenden auf der restlos ausverkauften Extratribüne und dem kostenlos zugänglichen Stehplatzbereich dankten es mit tosendem Applaus, ausgelassenen Jubelschreien und bedingungsloser Unterstützung.

Die Jüngste im Feld fliegt am höchsten

Die Konkurrenz im Schweizer Pendler-Hotspot hätte hochkarätiger kaum sein können. Zeugnis davon ist der Umstand, dass dort erst der vierte Stabhochsprung-Wettkampf der Geschichte über die Bühne ging, bei dem gleich sechs Athletinnen die 4,75 m erfolgreich überquerten.

Die Frau der Stunde heisst Hana Mol (USA). Bereits bei Athletissima Lausanne hatte sie alle überrascht und den Sieg geholt. Als jüngste aller Starterinnen überzeugte sie nun auch beim zweiten Schweizer Meeting der Wanda Diamond League. Als Einzige übersprang die 21-Jährige 4,90 m. Mit dieser persönlichen Bestleistung und dem zweiten grossen Sieg de suite ist die U20-Weltmeisterin von 2022 definitiv in der Weltelite angekommen. Dem Publikum versicherte sie, dass es «ziemlich unglaublich» sei, sich in solche Höhen zu katapultieren und sie zudem vorhabe, das Jahr gleichermassen stark zu beenden. Wenn das keine Ansage in Richtung der arrivierten Sprunggarde ist!

Zehn Anläufe für ein Weltklasse-Halleluja

Unglaublich wurde es auch jedes Mal, wenn Lokalmatadorin Angelica Moser anlief. Unglaublich laut. Die Athletin des LC Zürich feierte heuer ein Jubiläum, durfte sie sich doch zum zehnten Mal eine Weltklasse Zürich-Starnummer anheften. Dass sie es dabei als Zweite zum ersten Mal auf das Treppchen schaffte, passt zu ihrer ohnehin schon erfolgreichen Saison, in der sie ein Diamond League-Sieg und EM-Gold auf ihrem Konto stehen hat.

Gross war der Fan-Jubel zudem, weil die übersprungenen 4,85 m gleichbedeutend mit einem Schweizer Hallen-Rekord waren. Den vorherigen bei 4,80 m hatte Moser gemeinsam mit ihrer ehemaligen Trainerin und LCZ-Klubkollegin Nicole Büchler gehalten. Von einer absoluten persönlichen Bestleistung, die sie bei ihren drei Fehlversuchen über 4,90 nur knapp verfehlte, trennten sie drei Zentimeter.

Verdientermassen wurde die 28-jährige Andelfingerin von den Fans mit Standing Ovations verabschiedet. Für die Unterstützung war sie denn auch voll des Lobes. «Die unglaublich laute Stimmung ist eine extreme Motivation für uns Athletinnen. Mit einem Schweizer Hallen-Rekord abzurunden, ist mega schön. Endlich hat es mit dem Podest zu Hause geklappt.»

Weltmeisterin Katie Moon und 5-m-Springerin Sandi Morris (beide USA), zwei der meistgenannten Siegesanwärterinnen, landeten mit 4,75 m ex aequo auf Rang drei.

Foto: Diego Menzi

Weltklasse Zürich-Newsletter abonnieren

Als Weltklasse Zürich-Friend profitierst du von attraktiven Vorteilen – wie z. B. das Stadionticket-Vorkaufsrecht für 2027. Registriere dich mit deiner E-Mail: