Weltklasse Zürich-Stars krönen die Saison in Tokio

Die Sportwelt blickte in den vergangenen Tagen nach Tokio, wo die Weltmeisterschaften 2025 zu einem Fest der Leichtathletik wurden. Mit dabei: 14 Weltmeister:innen, die bereits bei Weltklasse Zürich glänzten, Überraschungserfolge und ein Schweizer Triumph von historischer Dimension.
Ditaji Kambundji schreibt Schweizer Sportgeschichte
Die 23-jährige Bernerin Ditaji Kambundji sprintete in Tokio über 100 Meter Hürden zu Gold – der bisher grösste Erfolg ihrer noch jungen Karriere. Bereits im Stadion Letzigrund hatte sie mit einem beeindruckenden zweiten Platz bei Weltklasse Zürich aufhorchen lassen. Ihren sportlichen Ursprung hat Ditaji, wie viele Schweizer Topathlet:innen, im UBS Kids Cup, wo sie schon als Kind ihre ersten leichtathletischen Schritte machte. Heute steht sie als Botschafterin von Weltklasse Zürich für den Weg vom Nachwuchsprojekt bis an die Weltspitze. Ihr WM-Titel – der erste einer Schweizerin – ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie gezielte Nachwuchsarbeit, Beharrlichkeit und gelebte Performance auf der grossen Bühne zusammenwirken.
Wanda Diamond League Champions prägen die Weltmeisterschaften
Mit dem Final der Wanda Diamond League kurz vor der WM gab es ein deutliches Achtungszeichen mit Blick auf Tokio und eine Chance, sich im Vorfeld bestmöglich in Szene zu setzen. Über die gesamte Saison hinweg lieferten die Stars in 15 Meetings auf vier Kontinenten Spektakel und Spannung – und bestätigten nun ihre Klasse:
US-Sprintstar Noah Lyles sicherte sich über 200 Meter Gold, nur wenige Wochen nach seiner sechsten Diamond Trophy im Stadion Letzigrund. Femke Bol verteidigte über 400 Meter Hürden ihren WM-Titel und baute ihre beeindruckende Siegesserie in der Diamond League auf 30 Rennen aus. Emmanuel Wanyonyi (800 m) setzte sich mit gerade einmal 21 Jahren nach Olympiagold und dem Diamond-League-Hattrick die nächste Krone auf.
In den Sprüngen gingen dank Mondo Duplantis (Stabhochsprung), Nicola Olyslagers (Hochsprung), Katie Moon (Stabhochsprung), Leyanis Pérez-Hernández (Dreisprung) und Hamish Kerr (Hochsprung) fünf der acht Titel an Sieger:innen von Weltklasse Zürich. In den Wurfdisziplinen dominierten die Wanda Diamond League Champions Valarie Allman (Diskuswurf) und Jessica Schilder (Kugelstossen) ebenfalls.
Neulinge auf dem obersten Podestplatz wie Cordell Tinch (110 m Hürden), Faith Cherotich (3000 m Steeple) und Jimmy Gressier (3000 m resp. 10’000 m) krönten ihre bisher beste Saison zusätzlich mit WM-Gold.
Lust auf mehr bekommen
Andere Stars der Leichtathletik-Festtage mussten sich in Zürich noch geschlagen geben, um kurze Zeit später zur ganz grossen Revanche anzusetzen. So lief der spätere Überraschungs-Weltmeister über 1500 m, Isaac Nader, im Letzigrund noch als Schlusslicht über die Ziellinie, wusste dann aber für Tokio die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und auch Busang Collen Kebinatshipi darf sich nach seinem siebten Platz bei Weltklasse Zürich nun Doppel-Weltmeister über 400 Meter und mit der 4x400-Meter-Staffel nennen.
Ein Vorgeschmack auf die Zukunft
Die Weltmeisterschaften in Tokio haben erneut gezeigt: Wer in der Wanda Diamond League glänzt, hat die besten Karten, auch auf der WM-Bühne zu triumphieren. Mehr als die Hälfte der Wanda Diamond League Champions 2025 gewann in Japan eine Medaille, 13 sogar den WM-Titel.
Für Weltklasse Zürich und die gesamte Schweizer Leichtathletik war es ein besonderer Moment, mitzuerleben, wie Ditaji Kambundji als ehemalige UBS Kids Cup-Finalistin den Sprung von der Nachwuchsbühne zur Weltmeisterin schaffte. Ihr Erfolg ist Inspiration für die nächste Generation – und ein Highlight in einer Saison voller einzigartiger Momente.
Nach ihrem Triumph und vier weiteren Top-Acht-Platzierungen durch Simon Ehammer (4. im Weitsprung), Angelica Moser (5. im Stabhochsprung), Audrey Werro (6. über 800 m) und Jason Joseph (8. über 110 m Hürden), schliessen wir uns der äusserst positiven WM-Bilanz Philipp Bandis, Chef Leistungssport von Swiss Athletics und früherer Projektleiter beim UBS Kids Cup, voller Vorfreude auf die Zukunft an.
