Drei Olympiasiegerinnen bei Weltklasse Zürich im Hauptbahnhof

Zum fünften Mal nach 2016/17/19 und 2023 heben die weltbesten Stabhochspringerinnen bei Weltklasse Zürich im Hauptbahnhof ab – unter ihnen drei Olympiasiegerinnen und alle Medaillengewinnerinnen von Paris 2024. Die Europameisterin und Lokalmatadorin Angelica Moser will sich beim Heimspiel am Mittwochabend, 4. September erstmals aufs Podest hieven.
Drei, die den Gipfel des Olymps bereits erklommen haben, sind die Olympiasiegerinnen Katerina Stefanidi (GRE/2016), Katie Moon (USA/2021) und Nina Kennedy (AUS/2024). Getragen von ihrer Lieblingsmusik und der stimmungsvollen Kulisse, werden sie die ehrwürdige Wannerhalle zum wiederholten Mal zum Vibrieren bringen.
Pariser Podest im Kampf um die Lufthoheit
Nina Kennedy, die erste australische Stabhochsprung-Olympiasiegerin, überflügelte die Konkurrenz schon 2023 (im HB) sowie 2022 (auf dem Sechseläutenplatz) und strebt bei Weltklasse Zürich gewissermassen den Hattrick an. Im vergangenen Jahr krönte sie ihre Flugshow vor 3000 Schaulistigen mit einem ozeanischen Indoor-Rekord (4,91 m). Das ist ein Zentimeter höher als bei ihrem Olympiacoup (4,90 m).
Im Kampf um die interkontinentale Lufthoheit kommt es abermals zum Duell mit der Pariser Silbermedaillengewinnerin Katie Moon, nachdem die beiden Weltmeisterinnen Gold bei den globalen Titelkämpfen 2023 noch geteilt haben. Zumindest mit einem Auge auf die begehrte «Zürich Trophy» schielt die kanadische Olympiadritte Alysha Newman, die im Stade de France Landesrekord (4,85 m) sprang.

Vom UBS Kids Cup in den Olympiafinal
Fünf Zentimeter respektive einen Platz trennten Angelica Moser von der ersten Medaille einer Schweizer Leichtathletin in der Geschichte der Olympischen Spiele. Als Vierte landete die 24-jährige Überfliegerin des Leichtathletik-Clubs Zürich auf dem gleichen «undankbaren» Rang wie bei Weltklasse Zürich im Hauptbahnhof 2023.
2024 indes katapultierte sich Moser in neue Sphären: Platz 4 an der Hallen-WM in Glasgow, erster Sieg in der Wanda Diamond League in Marrakesch, EM-Gold in Rom und Egalisierung des Schweizer Freiluftrekords von Klubkollegin Nicole Büchler (4,78 m) sowie Platz 2 mit doppeltem Landesrekord (4,83 m und 4,88 m) in Monaco.
Wer hätte eine solche Entwicklung vorausgesagt, als Angelica Moser 2011 im Stadion Letzigrund vom nationalen Treppchen des UBS Kids Cups grüsste und den Schweizer Final im Folgejahr sogar gewinnen konnte? Ihr Beispiel zeigt einmal mehr, dass beim grössten Nachwuchsprojekt im Schweizer Sport buchstäblich grosse Karrieren starten.
Freier Zugang zu den Stehplätzen
Wie im letzten Jahr gelangt der Stabhochsprung-Wettkampf der Frauen im Rahmen der Wanda Diamond League zur Austragung. Als Experte wird der frühere Schweizer Nationaltrainer und Ex-DLV-Cheftrainer Herbert Czingon die Fans in die Kunst der komplexesten Leichtathletik-Disziplin einführen. Stehplätze sind beim City-Event frei zugänglich.
Zum Programm von Weltklasse Zürich im Hauptbahnhof (4. September)
